„Willkommen“ und „Auf Wiedersehen“

Eine elektroakustische Installation von Hakan Kurşun / Istanbul. Hören und empfinden Sie 2 Musikstücke an der Personenunterführung des Hanauer Hauptbahnhofs.

„Willkommen“ und „Auf Wiedersehen“
Kurşun knüpft mit seinen Kompositionen „Willkommen“ und „Auf Wiedersehen“ an Märchenmotive der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm zu den Themen "Kommen und Gehen, Vielfalt und Internationalität, Reisen und Lernen" an. Es spielen: Seçil Işıksoy und Mert Kemancı (Violine), Aslı Gazioğlu (Viola), Gül Sıvacı (Cello), Barış Çelik (Kontrabass), Miray Eslek und Ece Gülensoy (Klarinette) unter Leitung von Hakan Kurşun (Komposition, Arrangement, Gitarre). 
Willkommen
Wiedersehen
Über den Künstler:
Hakan Kurşun wurde 1967 in Hanau geboren. Seine Mutter arbeitete als Gynäkologin im Stadtkrankenhaus (heute Klinikum Hanau), sein Vater hat Jura studiert und war in der Personalabteilung von Dunlop tätig.
Nachdem Bruder Kaan zur Welt kam, zog die Familie 1970 nach Cochem, 1971 nach Hofheim, wo Hakan Kurşun die Steinberg- und Pestalozzischule besuchte. 1981 erfolgte der Umzug nach Istanbul, wo er das Istanbul- und das Yeni Levent-Gymnasium absolvierte. Dort spielte er in den Bands Aqua, Norm und Othergate. Ab 1988 studierte Kurşun Germanistik und Audio Engineering in Wien, wo er die Band Red Hasret mitgründete. 1991 folgte ein Aufenthalt in Warschau als Komponist und Musikproduzent.
Sein erstes Soloalbum "Kaos" erschien 1996. Das Video zu „Bogazin Üstünde“ / Auf dem Bosporus wurde auf internationalen Musikkanälen ausgestrahlt. Das Album gilt als eine der besten Psychedelic-Rock-Aufnahmen in der Türkei. 2004 kam sein zweites Soloalbum „Kütle“ / Masse heraus, das von seinen Hörerinnen und Hörern als zeitloses Werk gelobt wird. Es folgten zahlreiche Kompositionen für bildende Kunst und interdisziplinäre Installationen, u.a. „Pearl Bracelet“ in Istanbul und Amsterdam. 2021 veröffentlichte er „Worte in meiner Hand“.
Kurşun lehrt seit 2005 Musikproduktion am Forschungszentrum für Musik MIAM der Technischen Universität Istanbul. Er ist Mitglied des Akademischen Rates für Sozialwissenschaften der Bilgi Universität und Gründer des Kurşun Spatial Studios für räumlichen Klang. Die Musikkritik beschreibt Hakan Kurşuns Werk als „Meilenstein der türkischen Independent-Musik“.

Weitere Informationen zu dem Künstler finden Sie hier: Hakan Kurşun
Klangkunst im Hauptbahnhof
In Zusammenarbeit mit dem 1967 in Hanau geborenen Musiker Hakan Kurşun, heute tätig am Forschungszentrum für Musik an der Technischen Universität Istanbul, wurde 2024 erfolgreich mit dem Fachbereich Kultur ein Klangweg durch die Innenstadt gestaltet. An unterschiedlichen Stellen sind Kompositionen von ihm zu hören: Klinikum, Schlossgarten, Tiefgarten, Goodyear, Marktplatz, Französische Allee, die mittels QR-Codes abrufbar sind.

Nun sind im Zuge der Neugestaltung der Personenunterführung am Hauptbahnhof mit großformatigen Hanauer Fotomotiven der Studierenden der Brüder Grimm Berufsakademie Hanau (Dorothea Griep und Tabea Wolf unter Leitung von Prof. Martin Krämer) zwei weitere Hörstationen von Hakan Kurşun hinzugekommen. In den beiden Eingangsbereichen des Hauptbahnhofs haben Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, ebenfalls via QR-Codes, Musik von ihm zu hören. Damit wurden zusätzliche ansprechende und interaktive Haltepunkte von Kunst und Kultur im öffentlichen Raum realisiert.
Kurşun knüpft mit seinen Kompositionen „Willkommen“ und „Auf Wiedersehen“ an Märchenmotive der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm zu den Themen "Kommen und Gehen, Vielfalt und Internationalität, Reisen und Lernen" an.

Es spielen: Seçil Işıksoy und Mert Kemancı (Violine), Aslı Gazioğlu (Viola), Gül Sıvacı (Cello), Barış Çelik (Kontrabass), Miray Eslek und Ece Gülensoy (Klarinette) unter Leitung von Hakan Kurşun (Komposition, Arrangement, Gitarre).
Realisiert wurde das Projekt vom Fachbereich Kultur, Stadtidentität und Internationale Beziehungen der Stadt Hanau mit Hanau Infrastruktur Service und Förderung durch die Brüder-Grimm-Stiftung der Sparkasse Hanau.